oder: mein Versuch, seit November 2009 ein funktionierendes Ladegerät zu bekommen.

Es ist schon ein schönes Handy, das Palm Pre. Innovativ auch - es gibt z.B. als Zubehör eine Ladestation, welche das Telefon ganz ohne Kabel wieder auflädt.
Da ich schon länger über ein Telefon nachgedacht habe, welches ein kleines Büro für die Hosentasche ist aber mich noch nicht so richtig entscheiden konnte, kam das Palm Pre im Oktober 2009 grade recht.
Gekauft war es schnell und Spaß macht es auch und - man will das, was geht, ja nutzen - das mit dem Laden ohne Kabel wollte ich natürlich auch ausprobieren und habe mich dabei wieder einmal in der Servicewüste Deutschland verirrt - diesmal bei o2.

Um das nutzen zu können braucht man zusätzlich zum Telefon noch eine neue Rückenabdeckung für ca 20 € und den Touchstone für ca 50 €. Gekauft, getausch, los gehts: Leider wechselt das Telefon andauernd mit einem netten Vibrieren und Signalton zwischen “laden” und “nicht laden”. Ein googeln nach “Touchstone Palm Pre Problem” lies schon Schlimmstes befürchten. Man könnte meinen, es wird billig made in China gefertigt, wobei die Qualität auf der Strecke bleibt.
Sobald der Touchstone 100% erreicht, schaltet er ab und kurz danach lädt er wieder, schaltet wieder ab usw. - natürlich immer mit netten Vibrieren, leuchtendem Display und Signalton. Wie soll man da nachts so das Gerät laden können? Für den Akku sicher auch nicht förderlich.

Bei Youtube gibt es so manche Beispiele und übrigens sogar einen Lösungsansatz. Mal sehen, ob dieser auch bald so vom offiziellen Support empfohlen wird ;-)

Was solls: Schachtel auf, alles rein, Retourenaufkleber drauf und alles wurde zurückgeschickt mit Vermerk, dass ich es getauscht haben will. Leider hat das O2 nicht ganz so verstanden und auch im Folgenden Schriftverkehr hat sich gezeigt, dass diese Kommunikation nicht so ganz einfach ist. Anstatt gefordertem Austausch gabs eine Gutschrift mit Kostenerstattung wenige Wochen darauf. Egal, dann wird eben neu bestellt.

Das neue Päckchen kam kurz darauf an. Leider kam ich aus privaten Gründen nicht gleich zum Testen. Der Fehler war schon wieder vorhanden. Leider konnte ich aber die Sendung nicht gleich zurückschicken und habe daher einige Tage warten müssen und bin aus der Widerrufsfrist von 2 Wochen herausgerutscht, welches für einen Garantieumtausch zwar nicht von bedeutung ist, aber scheinbar ist das bei O2 noch nicht so ganz angekommen. Diesmal habe ich noch einen farbigen Textmarker zur Hilfe genommen und habe unüberschaubar gut elsbar vermerkt, dass ich die Hardware getauscht haben will und nicht nur zurückgeben will.

Nach einiger Wartezeit kam das Päckchen zurück. Beim Auspacken habe ich schon gemerkt, dass die Hardware schon mal offen war aber neu versiegelt wurde, denn jeweils defekte Siegel waren überklebt. Auf Rücksendeunterlagen wurde handschriftlich, jedoch ohne Unterschrift, “Ware umgetauscht” vermerkt. Tatsächlich aber gehe ich davon aus, dass einfach nur meine Hardware wieder eingepackt und zurückgeschickt wurde, denn das Problem trat wieder auf. Ein Retourenaufkleber war nicht mehr inklusive. Daraufhin habe ich mich an den O2 Kundenservice per Email gewandt und gefragt, ob man mir für die Rücksendung nun noch einen Retourenaufkleber zusenden würde oder ob ich es unfrei schicken soll. Man antwortete mir, in meinen Augen schon sehr dreist, meine “Retourensendung liegt leider nicht mehr in der 14-tägigen Rückgabefrist. Die Sendung konnte daher nicht angenommen werden. Bitte wenden Sie sich an unsere Kundenbetreuung. Sie werden dort über Reparatur bzw. Tausch des defekten Zubehörs informiert. Sie erreichen unsere Kundenbetreuung per E-Mail unter kontakt@o2.com oder telefonisch unter 0900/ 62 43 57.”

Schon interessant. Ich schicke an den Hersteller defekt gelieferte Ware zurück und erhalte die Auskunft, ich hätte diese in 14 Tagen zurückgeben müssen. Zudem sollte ich mich an eine teure 0900-Nummer wenden. Generell unglaublich: Da erhalte ich von der Email-Kundenbetreuung von O2 eine Anweisung, mich an den Support (gerne auch per Email) zu wenden. Manches muss man nicht verstehen.

Ich habe dann den kompletten Mailverkehr zweimal an kontakt@o2.com weitergeschickt und habe (Stand März 2010) bisher vergeblich auf eine Antwort gewartet… Bisher konnte mir oder wollte mir keiner Auskunft geben. Wahrscheinlich gibt es genug, die sich einfach so abspeisen lassen. Wir werden sehen, wie es weitergeht. Falls ein motivierter O2-Mitarbeiter mitlesen sollte: die Auftragsnummer lautet: PRO8482177… falls doch noch kompetente Hilfe kommen sollte. Ich habe die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben.

Update: 15.01.2010:
Nun hat mich ein Schreiben erreicht. Leider hätte ich mein Problem nicht geschildert. Eine Fehleranalyse ins Blaue hinein; Kontakte reinigen, Akku richtig einsetzen, Deckel fest aufdrücken. Gut, dass ich das nun zum zweiten Mal geschickt bekomme, funktionieren will es immer noch nicht. Da ein Verweis auf den Emailverkehr mit dem Kundendienst unter Angabe der Auftragsnummer wohl nicht genügt hat, habe ich nun den mehrseitigen Schriftverkehr nach Nürnberg gefaxt. Mal sehen, was nun passiert… Nachtrag: Auf das zweite Fax mit der Fehlerbeschreibung kam natürlich nie eine Antwort. Wahrscheinlich hätte ich zum x-ten mal den Sachverhalt neu schildern müssen, dass man sich die Mühe gemacht hätte, diesen zu lesen.

Update: 02.02.2010
Nun erreichte mich ein Email, in welchem ich aufgefordert werde, das Gerät zurückzusenden und mir ein Rücktritt angeboten wurde. Da ich ein funktionierendes Gerät haben will, wird das defekte Gerät nun per Post zurückgeschickt. Mal sehen, ob ein neues Gerät zurückkommt und vor allem: ob das dann auch funktioniert…

Update: 26.02.2010
Nachdem die unfreie Rücksendung am 16.02. angekommen ist habe ich immer noch nichts gehört. Weder neue Ware, noch die versprochene “Verbindungsaufnahme” des Kundenservices zu mir. Erst auf Anfrage über den aktuellen Sachstand habe ich heute eine Standardantwort erhalten: “Sobald Ihre Sendung bei uns Retoure geschrieben ist, werden Sie informiert”

Update: 08.03.2010
Eine aktuelle Anfrage an den Emailsupport habe ich nun nochmal losgschickt, zusammen mit der Bitte, mich nicht mit einer Standardantwort abzuspeisen. Ich warte immer noch auf die Rücksendung der Ware, mal sehen, was passiert.